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Jugendstilvilla H

Wohnen | 1903 | Pöhl

LP 1-7  | Künstlerische Oberleitung

 

Wie bei vielen denkmalgeschützten Gebäuden stellte sich auch bei diesem Projekt die zentrale Frage: Wie kann historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig an heutige Wohnbedürfnisse angepasst werden?

 

Die denkmalgeschützte Jugendstilvilla aus dem Jahr 1903 in Pöhl befand sich in einem baulich und funktional überholten Zustand. Ziel war es, das bestehende Wohnhaus strukturell und räumlich neu zu ordnen, ohne den historischen Charakter des Gebäudes zu verlieren.

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Durch gezielte Eingriffe in die bestehende Raumstruktur entstanden flexible und zukunftsfähige Grundrisse für eine vierköpfige Familie. Im Erdgeschoss wurde ein offener Wohn-, Ess- und Kochbereich entwickelt, der die historischen Räume neu miteinander verbindet und gleichzeitig klare Sichtachsen sowie großzügige Aufenthaltsqualitäten schafft. Das Gartengeschoss wurde so vorbereitet, dass perspektivisch eine eigenständige Einliegerwohnung integriert werden kann. Das architektonische Konzept verbindet die charakteristischen Elemente des Jugendstils mit einer klaren, zeitgemäßen Formensprache. Historische Details und bestehende Bauteile wurden freigelegt, erhalten oder sensibel neu interpretiert. Ziel war keine stilistische Überformung, sondern die Weiterentwicklung des Bestandes mit Respekt vor der vorhandenen Substanz.

 

So entstand aus einem historischen Wohnhaus ein zeitgemäßes Zuhause, das den Charakter des Gebäudes bewahrt und gleichzeitig auf die Anforderungen modernen Wohnens reagiert. Die Identität des Hauses bleibt erhalten und wird zugleich in die Gegenwart übersetzt.

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