Ehemaliges Finanzamt
Wohnen & Kultur | 3.000 m² | Rudolstadt
Machbarkeitsstudie zur Umnutzung
Mitten in der historischen Altstadt von Rudolstadt steht ein Baukörper, der über Jahrzehnte Verwaltung und Ordnung repräsentierte: das ehemalige Finanzamt. Vier Vollgeschosse, ein Kellergeschoss und ein Kaltdachboden – insgesamt rund 3.000 m² Bruttogrundfläche. Heute steht das Gebäude leer. Und genau darin liegt seine Chance. Rudolstadt ist keine beliebige Kleinstadt. Als ehemalige Residenz, als „Stadt der Tanzfeste“ und als kultureller Ankerpunkt in Thüringen besitzt sie eine klare Identität. Hoch über der Stadt thront die Heidecksburg – das am prunkvollsten ausgestattete Barockschloss Thüringens und Wahrzeichen einer Epoche, die bis heute nachwirkt.
Das alte Finanzamt liegt im direkten Einflussbereich dieser historischen Kulisse. Ein Gebäude dieser Größenordnung in dieser Lage ist kein Randthema – es ist ein städtebaulicher Schlüssel.


Aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude soll ein vielseitig nutzbarer Ort mit drei klar definierten Nutzungsbereichen entstehen. Das Konzept verbindet Wohnen, Arbeiten und kulturelle Nutzung und schafft damit eine Struktur, die sowohl funktional als auch sozial wirkt.
Ein erster Baustein ist das Wohnen. Geplant sind studentische Wohnformen mit kompakten Apartments sowie ergänzenden Ferienwohnungen. Die Einheiten reagieren auf den Bedarf nach kleinteiligem, gut organisiertem Wohnraum und ermöglichen eine flexible Nutzung.
Der zweite Baustein umfasst Arbeiten und Lernen. Co-Working-Flächen für Studierende, flexible Arbeitsbereiche und gemeinschaftliche Zonen schaffen Raum für konzentriertes Arbeiten, Austausch und Kooperation.
Der dritte Baustein widmet sich Kultur und Begegnung. Probenräume für Theater und Tanz, Veranstaltungsflächen sowie offene Treffpunkte bieten Raum für kulturelle Aktivitäten und fördern den Austausch zwischen Nutzerinnen, Besucherinnen und der Stadtgesellschaft.

"
Die Revitalisierung des alten Finanzamtes ist mehr als ein Umbau.
Das Leitmotiv lautet: Tradition trifft Innovation.
Ein Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Schlichte Eleganz trifft moderne Interventionen – ohne die historische Substanz zu negieren.
Aus einem ehemaligen Verwaltungsbau entwickelt sich ein vielseitig nutzbarer, urbaner Hybrid, der Wohnen, Arbeiten und Kultur miteinander verbindet.


Die Revitalisierung des ehemaligen Finanzamtes geht über einen reinen Umbau hinaus. Ziel ist es, einen leerstehenden Verwaltungsbau wieder in das städtische Leben zu integrieren und ihm eine zukunftsfähige Nutzung zu geben.
Das Projekt setzt einen Impuls für die Altstadt und wirkt aktiv dem Leerstand entgegen. Gleichzeitig stärkt es die kulturelle Infrastruktur des Ortes und schafft zusätzlichen Wohnraum für Studierende – auch außerhalb der großen Universitätsstädte. Damit wird das Gebäude zu einem Beispiel für eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Entwicklung im Bestand.
Wo früher Verwaltungsstrukturen und Archivflächen den Alltag bestimmten, entstehen künftig Wohnungen, Arbeitsbereiche, Probenräume und Orte der Begegnung. Aus einem ehemaligen Verwaltungsbau entwickelt sich ein vielseitig nutzbarer, urbaner Hybrid, der Wohnen, Arbeiten und Kultur miteinander verbindet. So wird ein lange ungenutztes Gebäude wieder Teil des öffentlichen Lebens – und zeigt, welches Potenzial in der Weiterentwicklung bestehender Bausubstanz liegt. Zukunft entsteht hier nicht durch Neubau, sondern durch die intelligente Nutzung des Bestands.








