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Wie bewahrt man ein Stück Stadtgeschichte, das zugleich bedroht und unverzichtbar ist?

Das Jugendstilgebäude von 1903 am Bremer Platz gehört zu den wenigen historischen Häusern, die die Kriegsjahre nahezu unversehrt überstanden haben – ein markantes Denkmal, dessen Fassaden, Erker und Balkone heute dringend gesichert werden müssen. Die einzigartige Architektur aus Barock- und Jugendstilelementen, der geschlossene Erker mit Zwiebelhaube und die lange Tradition als Wohnhaus mit Gastronomie erzählen die Geschichte eines Hauses, das für Münster mehr ist als nur ein Gebäude. 

Jugendstilgebäude S

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Wohnen & Gewerbe | 1903 | Münster
LP4 + Besondere Leistungen
Denkmalgerechte Fassaden- und Balkonsanierung
Mitten im Bahnhofsquartier Münsters befindet sich dieses denkmalgeschützte Wohn- und Geschäftshaus aus dem Jahr 1903. Das historistische Eckgebäude mit Einflüssen aus Jugendstil und Neobarock prägt als städtebaulicher Orientierungspunkt bis heute den Bremer Platz und gehört zu den wenigen Gebäuden des Quartiers, die die Kriegszerstörungen nahezu unbeschadet überstanden haben.
PLUS BAUWERT begleitet die Bauherrschaft im Rahmen der Genehmigungsplanung und der denkmalgerechten Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen. Im Fokus stehen die vollständige Erstellung und Einreichung des Bauantrags, die Koordination aller erforderlichen Fachplanungen sowie die enge Abstimmung mit den Denkmalbehörden und beteiligten Fachstellen. Das Projekt zeigt wie historische Bausubstanz durch strukturierte Planung, fachliche Präzision und klare Abstimmungsprozesse langfristig gesichert werden kann. Im Mittelpunkt stehen nicht kurzfristige Lösungen, sondern die dauerhafte Erhaltung eines stadtbildprägenden Baudenkmals mit hoher architektonischer und historischer Bedeutung.
Historische Jugendstilfassade eines Bestandsgebäudes vor der Sanierung und Revitalisierung im Kontext von Bauen im Bestand und Denkmalschutz.
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Sanierung-Denkmal-Fassade-Münster-PlusBauwert-Fassadensanierung

Das Gebäude hat die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend unbeschadet überstanden und weist daher eine hohe Authentizität auf.​

Das Gebäude wurde seit seiner Errichtung als Wohnhaus mit ergänzender Gastronomienutzung im Erdgeschoss genutzt. Heute befinden sich Teile des Gebäudes in sanierungsbedürftigem Zustand. Jahrzehntelang unzureichend instand gehaltene Fassaden- und Balkonelemente führten zu massiven Feuchteschäden, korrodierten Tragteilen und erheblichen konstruktiven Defiziten.

Besonders kritisch war der Zustand der Balkonanlage und des markanten Eckerkers mit Zwiebelhaube. Durch fortschreitende Korrosion war die Standsicherheit einzelner Bauteile nicht mehr gewährleistet. Ziel der Maßnahme ist daher die dauerhafte Sicherung und originalgetreue Wiederherstellung der geschädigten Fassaden-, Balkon- und Erkerbereiche unter denkmalpflegerischen Anforderungen.

Grundlage der Planung bildet eine umfassende Bestandsanalyse mit präzisem Aufmaß der historischen Fassaden- und Balkonelemente. Schadensbilder werden dokumentiert, statisch relevante Eingriffe gemeinsam mit dem Tragwerksplaner bewertet und sämtliche Wiederherstellungsmaßnahmen technisch und denkmalfachlich ausgearbeitet.

Sanierung-Denkmal-Fassade-Münster-PlusBauwert-Fassadensanierung

Mit der Sanierung der Balkonanlage wird ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung des Baudenkmals geleistet. Die Maßnahme stellt die Tragfähigkeit und Gestalt eines zentralen Bauteils wieder her und bildet die Grundlage für den langfristigen Erhalt des Gebäudes als Teil der historischen Stadtstruktur Münsters.

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Historische Substanz zu sichern bedeutet, ihren langfristigen Erhalt zu gewährleisten.

Die Sanierungsstrategie folgt dabei einer klaren Haltung: maximale Bewahrung der historischen Substanz und originalgetreue Rekonstruktion dort, wo Bauteile irreparabel geschädigt sind. Sämtliche Maßnahmen orientieren sich an historischen Vorbildern, traditionellen Handwerkstechniken sowie denkmalgerechten Materialien. Ziel ist kein gestalterischer Kontrast, sondern die vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen Fassadenwirkung in Struktur, Farbe, Stuck und Form.

Im Rahmen der Genehmigungsplanung erfolgen die fortlaufende Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde Münster sowie mit weiteren Fachbehörden und Förderstellen. Ergänzend wird eine strukturierte Fördermittelstrategie verfolgt. Dabei werden mögliche Zuschüsse und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten für denkmalgeschützte Gebäude geprüft und mit den technischen Anforderungen der Sanierung abgestimmt.

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